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Damals und heute: Der Lacknerhof in St. Johann in Tirol wurde 1873 von Johann Foidl gebaut (l.) Heute beherbergt das Jugendheim vor allem Schüler- ind Musikgruppen sowie Vereine und Privatpersonen (r).

Gastfreundlichkeit seit 360 Jahren

Seit 1656 ist der Lacknerhof in St. Johann in Tirol im Besitz der Familie Foidl.
15 Jahre diente der Hof als Landwirtschaftsschule, danach beherbergte er Schülergruppen und den ein oder anderen prominenten Gast.

Drei Generationen des Lacknerhofes beieinander: Johann Foidl, Sohn Georg und dessen Großvater Hansjörg (v.l.)

Bericht von "Miram Hotter" - TT KitzbühelLokal

Dicke Mauern, in denen Jahrhunderte voller Geschichte stecken. Der Lacknerhof im St. Johanner Weiler Apfeldorf ist seit 360 Jahren im Besitz derFamilie Foidl. Ser Hof-Stammbaum wurde in eniem Buch festgehalten: 1656 kaufte Martin Foidl die Güter Schlichtenlehen, Dietllehen und Hörantl. Auf diesen drei Flächen entstand Unterlacken, wie der Erbhof damals genannt wurde.
Der Lacknerhof in seiner heutigen Form wurde 1873 erbaut. Das jüngste seiner 16 Kinder, Georg, erhielt später den Hof. "Er wat mein Großvater", erzählt der 79-Jährige Hansjörg Foidl, der den Hof bis 2001 bewirtschaftete. Ab 1948 diente der Hof 15 Jahre als Landwirtschaftsschule. "60.000 Schüler besuchten den Hof", weiß Hansjörg Foidl. Außerdem wurden Hunderte zu Berufsmelkern und Viehpflegern ausgebildet. Deshalb st der Lacknerhof als Vorläufer der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Weitau in St. Johann anzusehen.
Hansjörg Foidl übernahm den Hof 1963 - ein prägendes Jahr für den Familienvater. "In diesem starb meine Mutter, ich baékam den Hof ich heiratete", erklärt er. Die Übernahme des Hofes geschah nach seinem Willen, doch "ich worde auch so erzogen, darüber gab es keine Debatte", erzählt Foidl.

Mit seiner Frau Martha hauchte er dem Lacknerhof 27 Jahre lang Leben ein, in dem sie ihn für Schülergruppen und ihre Betreuer zur Verfügung stellten. Das Jugendheim verfügt sogar über eine eigene Hauskapelle. "Weil früher dazu verpflichtet waren, einmal in der Woche in die Kirche zu gehen", nennt hansjörg Foidl den Grund. Die Kapelle wird aber auch von der Familie selber genutzt: Foidls Tochter heiratete dort und sein Enkel sowie Urenkel wurden im Lacknerhof getauft.

Der Hof unterscheidet sich noch durch eine Besonderheit von anderen Bauernhöfen: Foidl baute den Hof 1983 behindertengerecht um, sodass Rollstuhlfahrer ihn mühelos entdecken konnten. Doch nicht nur Schülergruppen reisten an den Lacknerhof, sondern auch prominente Österreicher. "Franz Fischler war da" nennt Hansjörg Foidl ein Beispiel. Ebenso auf der Gästeliste sthet Elisabeth Prinzessin von Auersberg-Breunner,, Erzherzogin von Österreich.

Heute ist der Lacknerhof in den Händen von Foidls Sohn Johann und seiner Frau Barbara. Die beiden versorgen Schülergruppen, Vereine oder Musikgruppen, die ein paar Tage in St. Johann verbringen möchten. Sogar aus Dubai reisten Gäste an. "Man wächst in das Geschäft rein", erklärt Johann Foidl. Außerdem macht es Sinn, daheim zu arbeiten. Eine Familientradition, die irgendwann mit seinem Sohn Georg weitergeführt werden soll.

 

 

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